Was ist ein Fleurban und kann man das essen?

Ökofritze-Graffiti vor dem Olympiaturm in München
Ökofritze? Aber sicher doch!

Fleurban setzt sich zusammen aus fleur und urban und ist damit Blümchenbrise und Großstadtdduft in einem. Meine Heimat ist München und mein Leuchtfeuer ist der Olympiaturm, dem ich abends vom Schlafzimmerfenster aus Gute-Nacht sagen kann. Bereits im Kindergarten habe ich heimlich hinter der Hecke Vogelkirschen gegessen, wovon mich Frau Kindergärtnerin nur mit wilden Vergiftungsgeschichten von Tod und Wahnsinn abhalten konnte. Zum Glück ließ sich meine Neugier auf Wildwuchs nicht eindämmen und jetzt habt ihr (höhö)  den Salat und ich nach über zwanzig Jahren die Gewissheit, dass man Vogelkirschen eben doch essen kann. Seit Mama mir ein Buch zum Wildpflanzen bestimmen und Freund Patrick die Rezeptsammlung “Essbare Stadt: Wildwuchs auf dem Teller” geschenkt hat, bin ich vorzugsweise beim Pflücken, Sammeln, Zupfen und Wühlen anzutreffen. Hund Beo begleitet mich und passt auf, dass ich keinen Fliegenpilz esse. Ich koche vegetarisch, aus Versehen auch mal vegan (was mich dann freut) und gerne bunt. Für's Backen muss ich in der richtigen Stimmung sein, dann aber ist es ein Fest aus Mehlschwaden und Guck-mal-hab-ich-gemacht-ganz-ganz-allein-Zuckerglück.

Was ich mag: Aha-Erlebnisse beim Essen und ein überraschter Gaumen. Viel Soße. Kürbis in allen Variationen. Holunder. Was ich nicht mag: Schaumkleckse auf dem Teller und kleine Portionen. Was-der-Bauer-ned-kennt-Zögerlichkeit.


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